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MI | 11.04.2012
Das "Horror-Haus" in Amstetten (Bild: APA/Fohringer)
Gericht
Anklage gegen Josef F. ist rechtskräftig
Die Anklage gegen den Tatverdächtigen Josef F. im Inzestfall in Amstetten ist rechtskräftig. Bis Montagvormittag hätte ein Einspruch durch die Verteidigung beim Landesgericht St. Pölten einlangen können, dies ist nicht geschehen.
Mordanklage bleibt aufrecht
Josef F. muss sich damit wegen Mordes, Sklavenhandels, Vergewaltigung, Freiheitsentziehung, schwerer Nötigung und Blutschande vor Gericht verantworten.

Richterin Andrea Humer lese sich derzeit bereits in den rund 7.000 Seiten umfassenden Akt ein, heißt es vom Vizepräsidenten des Landesgerichtes St. Pölten, Franz Cutka. Wann genau der Prozess stattfinden wird, das stehe aber noch nicht fest.
Prozess-Ablauf
Fest steht, der Prozess wird mindestens vier bis fünf Tage dauern, alleine das Abspielen der Videoaufzeichnung der Befragung von Elisabeth F. soll drei Tage dauern.

Die Hauptverhandlung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, die Urteilsverkündung wird hingegen öffentlich sein. Wie die Anklage-Verlesung, also der Prozess-Auftakt ablaufen wird, muss Richterin Humer noch entscheiden, so Vize-Präsident Franz Cutka.
Das Martyrium des Opfers
Am 27. April ist bekannt geworden, dass Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangeschaft habe er mit ihr sieben Kinder gezeugt.
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