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MI | 11.04.2012
Unfallwagen wird aus Teich gezogen (Bild: FF Mannersdorf)
Chronik
Autofahrer aus eiskaltem Teich gerettet
Sein persönliches Weihnachtswunder hat ein 51-jähriger Autofahrer Samstagfrüh im Bezirk Gänserndorf erlebt. Er stürzte mit seinem Wagen in einen Fischteich. Ein nachkommender Lenker zögerte nicht und rettete ihm das Leben.
Mann kann nicht schwimmen
Ein 32-jähriger aus Rabensburg wurde Samstagfrüh zum Lebensretter. Er wurde Zeuge, wie das Auto vor ihm zwischen Mannersdorf und Stillfried von der Straße abkam, die Leitplanke durchschlug, in einem Teich landete und im Wasser zu versinken begann.

Der Lenker des Unfallwagens konnte sich noch befreien und auf das Dach seines Fahrzeugs retten. Doch der Mann kann nicht schwimmen und rief verzweifelt um Hilfe. Sein Retter zögerte keine Sekunde und sprang ins eiskalte Wasser.

"Die Rettung hat die zwei Leute dann versorgt und sie sind wieder nach Hause gefahren. Er hat gesagt, 'ich will nur mehr heim'", beschreibt Herbert Tuchny von der Feuerwehr in Mannersdorf die dramatischen Szenen. Beide Männer bleiben unverletzt.
Wagen wird aus Teich gezogen (Bild: FF Mannersdorf)
"Ich hab einen Köpfler gemacht"
Mario Mittermeier wurde am Samstag zum Lebensretter. Er war gerade mit seiner Freundin unterwegs, als er bei dem Fischteich Lichter sah. "Ich hab mir gedacht, dass das vielleicht Fischer sind. Dann habe ich aber das riesengroße Loch in der Leitplanke gesehen und bin stehengeblieben und ausgestiegen."

Mittermeier zeigt Zivilcourage und hechtet in den Fischteich. "Ich hab einen Köpfler gemacht. Er hat geschrien, dass er nicht schwimmen kann. Ich hab ihn rausgefischt und die Freundin hat ihn weiter rausgezogen."

Beiden Männern war danach eiskalt, aber sie blieben unversehrt. "Zittert hab ich. Dann ist noch die Rettung gekommen, aber ich wollte nur noch heim. Der Herr hat sich 100 Mal bedankt, aber ich hab gesagt, ein zweites Mal will ich das nicht mehr machen."

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Führerscheinneuling bei Unfall getötet
Bei einem zweiten Unfall im Bezirk Gänserndorf wurde Samstagfrüh in Hohenau/March ein Führerscheinneuling getötet. Der 17-Jährige kam mit seinem Pkw vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Straße ab. Der Wagen prallte in der Folge ungebremst gegen einen Baum, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion.

Der Wagen wurde durch die Wucht des Anpralls in zwei Teile zerrissen. Für den Lehrling kam jede Hilfe zu spät, der Jugendliche starb noch an Ort und Stelle.
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