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MI | 11.04.2012
Triathletin Lisa Hütthaler (Bild: APA/Barbara Gindl)
SPORT
Hütthaler glaubt nicht an Doping-Netzwerk
Die Wr. Neustädter Triathletin Lisa Hütthaler, die vor drei Tagen Doping zugegeben und als erste Sportlerin Hintermänner genannt hat, glaubt nicht an ein "Doping-Netzwerk" in Österreich. Sie will die nationale Anti-Doping-Agentur künftig unterstützen.
"Es wird immer wieder etwas weitergegeben".
Erleichterung nach Geständnis
Die 25-jährige Wiener Neustädterin wirkt bei ihrem ersten Interview nach dem Doping-Geständnis erleichtert - und sie ist entschlossen, in Zukunft die nationale Anti-Doping-Agentur im Kampf gegen Doping zu unterstützen:

"Ich mag nicht mehr lügen. Es soll einfach ein Zeichen sein, und ich möchte aktiv zur Doping-Bekämpfung beitragen. Die NADA bekommt alle Informationen von mir - und ich hoffe, dass es ganz einfach besser wird."

Dass in Österreich ein großangelegtes "Doping-Netzwerk" existiert, glaubt Lisa Hütthaler nicht: "Es sind ein paar Leute, und es wird untereinander immer wieder etwas weitergegeben. Es kennt jeder jeden - und so passiert es halt, dass man da reinschlittert."
Hütthaler will die Konsequenzen für ihr Vergehen tragen.
Ziel: Rückkehr in den Profisport
Dass die von Hütthaler genannten mutmaßlichen Hintermänner bisher alle Vorwürfe zurückweisen, überrascht Hütthaler nicht: "Ich kann nur dazu sagen, ich habe auch ein Jahr dazu gebraucht, bis ich rede, also das ist eine ganz normale menschliche Reaktion."

Hütthaler ist bereit, die Konsequenzen für ihr Doping-Vergehen zu tragen. Ihr großes Ziel ist nach wie vor eine Rückkehr in den Profisport.
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