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MI | 11.04.2012
Sortiment Matador (Bild: APA/Matador)
WIRTSCHAFT
Brandanschlag stürzt Matador in Krise
Ein Brandanschlag auf eine Tischlerei in Waidhofen/Thaya stürzt die Traditionsfirma Matador in die Krise. Die Tischlerei ist die einzige Firma, die für Matador Spielzeug produziert. Jetzt ist die Produktion gestoppt und die Zukunft unklar.
Warenauslieferung gestoppt
Wochenlang hielt ein Brandstifter das nördliche Waldviertel in Atem. Vorigen Montag konnte der mutmaßliche Brandstifter verhaftet werden. Bei seinem letzten Anschlag zündete er eine Tischlerei in Waidhofen an der Thaya an, mit offenbar schlimmen Konsequenzen für die Firma Matador mit Sitz in St. Pölten.

Der Schaden in der Tischlerei in Waidhofen beträgt mehrere 100.000 Euro. Die komplette Warenauslieferung musste gestoppt werden. Jene einzigartigen Maschinen für die Spielzeugproduktion, die nicht abbrannten, stehen still.

Der größte Verlust für das Unternehmen ist aber das vernichtete Holzlager. Das Rohholz muss nämlich zwei bis drei Jahre gelagert werden, damit es sich für die Spielzeugproduktion eignet.
Engpässe im Weihnachtsgeschäft
Auch das Warenlager ist vom Brand betroffen. Wie stark, kann noch nicht eingeschätzt werden. Daher werden jetzt Proben genommen, die dann auf eine Verseuchung durch Abgase untersucht werden, sagte Matador-Geschäftsführer Michael Tobias.

"Wir haben jede Menge Waren für das Weihnachtsgeschäft produziert. Da hängen wir mit den Kontaminationen natürlich völlig in der Luft. Wenn die Ware kontaminiert ist, dann kann es sein, dass wir im Weihnachtsgeschäft Engpässe haben werden", sagt Tobias. Er kann derzeit noch nicht abschätzen, wann die Produktion wieder hochgefahren werden kann.
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