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MI | 11.04.2012
Das Flugzeugwrack (Bild: 144 Notruf NÖ)
CHRONIK
Flugzeugabsturz: Pilot und Kopilot tot
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Bezirk Neunkirchen sind am Samstag zwei Menschen getötet worden. Sie starteten in Wr. Neustadt zu einem Rundflug. Die Maschine wurde völlig zerstört, Pilot und Kopilot waren auf der Stelle tot.
Augenzeugen beobachteten den Absturz.
"Da ist nichts ganz geblieben"
Das Kleinflugzeug stürzte kurz vor 11.00 Uhr in Lindgrub im Gemeindegebiet von Natschbach-Loipersbach im Bereich des Seebensteiner Berges ab. Die Maschine zerschellte am Boden des Waldstücks. Die Unglücksstelle befindet sich nur 100 Meter von der Straße entfernt.

"Die Teile sind im Umkreis von 100 Quadratmetern zerstreut. Da ist nichts ganz geblieben", sagte Andreas Pinkl, der Einsatzleiter der Feuerwehr. Das Flugzeug startete von Wr. Neustadt aus zu einem Rundflug.

Ein Augenzeuge hatte den Absturz in Ramplach beobachtet und Rauch aufsteigen gesehen, worauf er einen Notruf absetzte. In der Folge wurde eine großangelegte Suche nach der Maschine eingeleitet, die nach etwa 20 Minuten erfolgreich war.
Die Absturzursache ist noch unklar.
Identität des Piloten geklärt
Die Identität des Piloten konnte erst am Nachmittag geklärt werden. Es handelt sich um einen 42-jährigen Angestellten aus Wien. Wer der Kopilot war, ist noch unklar.

Das Kleinflugzeug schlug in einem sehr steilen Winkel auf dem Boden auf. Die Ursache steht aber noch nicht fest. Die Ermittler prüfen, ob das Flugzeug wegen eines Pilotenfehlers oder wegen eines technischen Defekts abstürzte.

Augenzeugen berichteten jedenfalls, dass sie mehrere Motorenausfälle des Fliegers bemerkten. Zum Unfallzeitpunkt herrschte jedenfalls kein schlechtes Wetter.
Das Flugzeugwrack (Bild: 144 Notruf NÖ)
Alarmiert wurden Notarztwagen, ÖAMTC-Notarzthubschrauber "Christophorus 3", die Bergrettungen von Aspang, St. Corona am Wechsel und Mönichkirchen sowie Polizei und Feuerwehr.
Die Feuerwehr ist mit 40 Mann im Einsatz.
Aufräumarbeiten sehr schwierig
Am Samstagnachmittag waren die Experten des Landeskriminalamts damit beschäftigt, die Wrackteile zu untersuchen. Die Aufräumarbeiten beginnen daher erst am Sonntag: "Wir werden erst morgen beginnen können, die Teile des Wracks zu bergen. Bis dahin sollten die Arbeiten des Landeskriminalamts abgeschlossen sein", sagte Pinkl.

Die Unglücksstelle ist aber schwer zugänglich, was die Arbeiten neben dem Ausmaß der Zerstörung zusätzlich erschwert: "Die Absturzstelle ist in unwegsamem Gelände. Wir haben begonnen, in den Wald eine Schneise zu schlagen, damit wir mit den Fahrzeugen zufahren können, um das Wrack zu bergen", so Pinkl.
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