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MI | 11.04.2012
Gericht (Bild: ORF)
GERICHT
Pfarrer-Stalker steht vor Gericht
Im Bezirk Gmünd steht am Dienstag ein Mann vor dem Richter, der einen Pfarrer während der Messe mehrmals lautstark ausgebessert und zurechtgewiesen haben soll.
Pfarrer wurde wegen angeblicher falscher Liturgie zur Rede gestellt.
Beschuldigter soll Messen unterbrochen haben
Der beschuldigte Mann soll laut Staatsanwaltschaft nicht nur Messen mehrfach lautstark unterbrochen haben, sondern auch den Pfarrer während eines Rosenkranzgebetes wegen angeblicher falscher Liturgie laut zur Rede gestellt haben.
Pfarrer schaltete die Behörden ein
Auch zu Handgreiflichkeiten soll es mit dem theologisch sehr versierten und gebildeten Mann gekommen sein. Nach mehreren Vorfällen und lautstarken Streitereien hat der Pfarrer schließlich die Behörden eingeschaltet.
War es bloßer Unfug oder Störung der Religionsausübung?
Delikt wird in Österreich selten verhandelt
Nun muss das Gericht klären, ob der Mann vorsätzlich gehandelt hat, ob es sich bei den Vorfällen lediglich um bloßen Unfug oder um eine sogenannte Störung der Religionsausübung handelt, so Norbert Klaus, Sprecher des Landesgerichtes Krems.

Es handelt sich um ein Delikt, das in Österreich sehr selten vor Gericht verhandelt wird. Im Fall einer Verurteilung droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten. Ein Urteil wird für Dienstag erwartet.
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