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MI | 11.04.2012
Reifen (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Continental schließt Reifenwerk Traiskirchen
Die Continental AG hat am Dienstagvormittag die 195 Beschäftigten im ehemaligen Semperit-Werk Traiskirchen informiert, dass mit Jahresende die Pkw-Reifenproduktion am Standort Traiskirchen beendet wird.
Grund: "Anhaltende Markteinbrüche"
"Auf die anhaltenden Markteinbrüche in Erstausrüstung und Ersatzgeschäft bei Pkw-Reifen muss die Pkw-Reifendivision der Continental AG reagieren. Die Produktions-Überkapazitäten von zurzeit mehr als 18 Millionen Reifen in Europa haben auch einen entsprechend deutlich geringeren Bedarf an Vormaterialien zur Folge", hieß es in einer Aussendung der Continental AG am Dienstag.
Semperit-Arbeiter im Werk Traiskirchen, 2002 (Bild: APA/Roland Schlager)
Am 19. Juli 2002 wurden in Traiskirchen die letzten Semperit-Reifen hergestellt.
Auslaufen des Standortes zu Jahresende
Man habe die Mitarbeiter am Standort Traiskirchen informiert, dass man gezwungen sei, die Mischungs- und Gummierungsaktivitäten in Traiskirchen mit insgesamt 195 Beschäftigten zum Ende dieses Jahres auslaufen zu lassen, erklärte der für die weltweite Pkw-Reifenproduktion verantwortliche Bernhard Trilken am Dienstag.
Kapazität muss dem Markt angepasst werden
Bei Continental gehe man davon aus, dass das hohe Produktionsniveau des Jahres 2007 und der ersten Hälfte 2008 in den nächsten Jahren nicht wieder erreichen werde können, so Trilken: "Deshalb müssen wir die Kapazitäten der Division Pkw-Reifen in Europa an die aktuellen Marktbedingungen anpassen."
Sozialplan und Arbeitsstiftung bestehen
"Wir werden alle betroffenen Mitarbeiter/innen so umfassend wie möglich bei der Qualifizierung und Vermittlung neuer Arbeitsverhältnisse unterstützen. Die Betriebsvereinbarungen 'Sozialplan' und 'Arbeitsstiftung' aus den Jahren 2002 und 2005 bestehen weiterhin und sind in vollem Umfang gültig. Die Finanzierung dieser Instrumente ist gesichert", sagte der in Europa für Personal verantwortliche Thomas Winkelmann zu.
Weltweit 133.000 Continental-Mitarbeiter
Der selbst mit der Krise ringende Continental-Konzern beschäftigt mit einem Umsatz von mehr als 24 Milliarden Euro weltweit 133.000 Mitarbeiter (Ende 2008). Der Zulieferkonzern war im vergangenen Jahr im Zug der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe in die Schlagzeilen gerückt.

Das Land NÖ sagte bereits zu, die von der Kündigung betroffenen Mitarbeiter unterstützen zu wollen, erklärte die für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrätin Johanna Mikl-Leitner.
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