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MI | 11.04.2012
Hochwasser-führende Pielach ( Bild: FF Rabenstein/ M.Kemptner)
WETTER
Erste Feuerwehreinsätze im Dauerregen
Nach stundenlangem Dauerregen kommt es zu ersten Überflutungen. Die Pegel der Donau und ihrer Zubringer steigen weiter. In Bad Erlach (Bez. Wiener Neustadt) hat die Feuerwehr einen Dammbruch verhindert.
Entspannung der Lage noch nicht in Sicht.
Pegel der Flüsse werden weiter steigen
Das Wasser in der Donau steigt seit Mitternacht stark an. Bereits in der Nacht wurden die Alarmwerte überschritten.

Der Grund sind der Dauerregen und die Überflutungen in den Zubringerflüssen, wie zum Beispiel der Enns und der Traun in Oberösterreich, die bereits einjährliches Hochwasser führen.

Aber auch die niederösterreichischen Zubringer, wie Ybbs, Erlauf und Traisen haben die Alarmwerte deutlich überschritten.
Rollfähre bei Klosterneuburg (Bild:FEUERwehrOBJEKTIV/ J. Würzelberger)
Rollfähre bei Klosterneuburg musste wegen Überflutung gesperrt werden.
Ottensteiner Stausee füllt sich.
Donau steigt weiter, der Kamp wird stärker
Sollte es in diesem Ausmaß weiterregnen, rechnet der hydrografische Dienst des Landes Niederösterreich an der Donau ab morgen mit einem sogenannten fünfjährlichen Hochwasser.

Am Kamp im Waldviertel ist die Intensität noch nicht so stark , hier werden zurzeit alle Freiräume gefüllt, doch ein einjähriges Hochwasser wird auch am Kamp erwartet.
Hochwasser-führende Pielach ( Bild: FF Rabenstein/ M.Kemptner)
Hochwasser-führende Pielach
Definitionen
Ein fünfjährliches Hochwasser ist nach Experten ein Hochwasser, dass im langjährigen Durchschnitt in etwa alle fünf Jahre auftritt. Es wird als noch nicht kritisch eingestuft, die Flüsse bleiben dabei meist in ihrem Bett.
zusätzlicher Damm an der Pielach ( Bild: FF Rabenstein/ M.Kemptner)
Zusätzlicher Damm an der Pielach
Höchste Regenmengen in Niederösterreich
Die höchsten Regenmengen Österreichs wurden in den Morgenstunden des Montages in Niederösterreich gemessen, und zwar vorallem im Westen des Landes, dem Wienerwald und im Süden:

Bundesweiter Spitzenreiter ist derzeit der Kohlreitberg bei Neulengbach mit 90 Litern pro Quadratmetern in 24 Stunden. Knapp hinter Langenlebarn mit 88 liegt Lunz am See mit 86 Litern, gefolgt von Wien-Mariabrunn mit 85, St. Pölten mit 75 und Waidhofen an der Ybbs mit 71. Sogar die 68 Liter auf der Hohen Warte entsprechen laut der Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) einer Regenmenge, wie sie in Wien nur alle zehn Jahre vorkommt.
Feuerwehrmänner haben die Nacht im Dauerregen durchgearbeitet.
Dammbruch verhindert
Derzeit werden vor allem in den Bezirken Krems, Tulln, Amstetten, Zwettl, Horn, Gänserndorf und Melk Keller ausgepumpt.

Mehr als 1.000 Sandsäcke hat die Feuerwehr von acht Uhr abends bis vier Uhr morgens bei einem Auffangbecken eines abschüssigen Hanges in Bad Erlach bei Wiener Neustadt aufgeschichtet, bis endlich der Damm abgedichtet war.
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