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MI | 11.04.2012
Rollfähre bei Klosterneuburg (Bild:FEUERwehrOBJEKTIV/ J. Würzelberger)
UNWETTER
750 Feuerwehrleute im Hochwassereinsatz
Der massive Dauerregen führt jetzt in immer mehr Bezirken zu Hochwasseralarm. Etwa 750 Feuerwehrleute sind bereits im ganzen Land im Einsatz: An vielen Orten bereiten sie sich auf kommende Überschwemmungen vor.
Überblick aus den vier Landesvierteln
Schwerpunkt der Niederschläge ist derzeit das Mostviertel - das Wasser steigt aber auch entlang der Donau, in die viele Zubringer aus dem Mostviertel münden.

Aber auch in allen anderen Landesteilen bereitet man sich vor. Hier ein erster Überblick aus den Vierteln Niederösterreichs:
Rollfähre bei Klosterneuburg (Bild:FEUERwehrOBJEKTIV/ J. Würzelberger)
Rollfähre bei Klosterneuburg
Situation entlang der Donau
Besonders intensiv laufen die Vorbereitungen auf ein Hochwasser in den Gemeinden entlang der Donau. In Krems-Stein lag der Pegel am Vormittag bei 6,3 Meter, die Warnstufe wird bald erreicht sein. Und es dürfte auch der mobile Hochwasserschutz aufgebaut werden. Ähnlich die Lage in Mautern auf der anderen Seite der Donau, das auch über einen mobilen Hochwasserschutz verfügt.

Noch im Bau ist der Hochwasserschutz in Weissenkirchen: Die Baustelle wird geräumt, es könnte auch zu Evakuierungen kommen. In Spitz sind bereits Betonleitwände angefordert worden. Mit den Betonleitwänden und den Sandsäcken könnte man hier bei einem Pegelstand von 8, 70 Meter Überflutungen des Ortes verhindern.

Die Rollfähre zwischen Klosterneuburg und Korneuburg musste gesperrt werden, weil die Auffahrtsrampen überflutet wurden.
Die Donau bei Melk (Bild: Claudia und Oliver Babos)
Die Donau bei Sarling (Bez. Melk)
Die Donau bei Melk (Bild: Claudia und Oliver Babos)
Die Donau bei Sarling (Bez. Melk)
Hochwasser-führende Pielach ( Bild: FF Rabenstein/ M.Kemptner)
Pielach
Hochwasser-führende Pielach ( Bild: FF Rabenstein/ M.Kemptner)
Pielach bei Rabenstein
Die stärksten Regenfälle im Mostviertel
Im Mostviertel sind bisher die größten Regenmengen gefallen. So hat es in Kohlreitberg bei Neulengbach 90 Liter pro Quadratmeter geregnet, so viel wie sonst nirgends in Österreich. Und diese Regenmengen haben auch die größte Auswirkung auf die Donau, in die viele Flüsse münden.

Betroffen sind vor allem die Flüsse Ybbs, Erlauf und Traisen, aber auch die Wienerwaldflüsse. Schon in der Früh ist etwa im westlichen Mostviertel in Aschbach-Markt eine Bundesstraße wegen Überflutung gesperrt worden, in Ybbsitz war die Lage schon in der Früh angespannt, sodass einige Eltern beschlossen haben, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken.

In Mechters bei Böheimkirchen wurde eine Unterführung überflutet, in Atzenbrugg im Tullnerfeld musste ein Mühlenbetrieb gesichert werden.
Die Krems ist aus den Ufern getreten. Alarm auch an der Zwettl und der Lainsitz.
Situation im Waldviertel
Im Waldviertel wurde an zwei Flüssen Hochwasseralarm ausgelöst: An der Zwettl im Stadtgebiet von Zwettl und an der Lainsitz in Gmünd. Es gibt noch keine Überschwemmungen. Die Feuerwehren bereiten sich vor.

Aus dem Bachbett getreten ist aber schon der Kremsfluss in Senftenberg. Die Feuerwehr hat einen Sandsackplatz eingerichtet, hier können sich auch Bewohner mit Säcken versorgen, um ihr Haus abzusichern. Die Niederschläge sind aber im Waldviertel etwas geringer als südlich der Donau.

So steigt zwar auch der Kamp an, der 2002 ja massive Schäden verursacht hat, hier gibt es aber noch keine Hochwassergefahr.
Nach den nächtlichen Unwettern herrscht nun gespannte Ruhe.
Die Lage im Industrie- und Weinviertel
Von den Flüssen Triesting und Schwechat sind aber derzeit keine Einsätze gemeldet worden - obwohl es schon Hochwasseralarm gibt.

Ruhig ist es auch im Weinviertel und Marchfeld, also an der Flüssen Thaya und March - hier, wo es vor drei Jahren ein Hochwasser mit massiven Schäden gegeben hat, wird die Entwicklung genau beobachtet - aber Feuerwehreinsätze seien derzeit nicht notwendig, heißt es beim Landesfeuerwehrkommando.
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