Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Sicherungs- und Aufräumarbeiten nach dem neuerlichen Hochwasser in Weissenkirchen (Bild: APA/ Bundesheer/Filzwieser).
UNWETTER
Neuerliche Unwetter und Überflutungen
Wegen der schweren Regenfälle waren am Montag wieder rund 1.500 Feuerwehrleute im Dauereinsatz. Immer wieder kam es zu Überflutungen, vor allem im Bezirk Krems, St. Pölten und im Raum südlich von Wien.
Ein Bach stieg auf drei Meter an.
Ausnahmezustand in Senftenberg
Innerhalb weniger Minuten schwoll der Reichaubach der oberhalb von Senftenberg in die Krems mündet auf fast drei Meter an. Brückengeländer wurden weggerissen, Keller und Grundstücke überschwemmt.

Die Ortschaft Reichau war wegen Vermurungen für mehrere Stunden vollkommen von der Umwelt abgeschnitten. Man fürchtet eine zweite Welle.
Im ganzen Bezirk Krems sind mehr als 600 Feuerwehrleute im Einsatz.
Pensionist aus Hochwasser gerettet
Auf der Straße nach Reichau wurde ein PKW eines Pensionisten von den Wassermassen erfasst. Ein Feuerwehrmann konnte den 75-Jährigen unter Einsatz seines Lebens retten.

Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Auch das Kremstal war betroffen, hier löste die Bezirkshauptmannschaft Hochwasseralarm aus.
Feuerwehr ist seit 14 Tagen im Einsatz.
Feuerwehr musste Bachbett verlassen
In Spitz an der Donau wurden mehrere Keller und Straßen nach heftigen Regengüssen überflutet.

In Spitz mussten Feuerwehrleute, die gerade mit Aufräumarbeiten im Spitzbach beschäftigt sind, das Bachbett verlassen, da die Gefahr von einem neuerlichen Ansteigen des Wasserspiegels besteht.

Die Bundesstraße B3 bei Weissenkirchen wurde überflutet. Insgesamt waren hier laut Bezirksalarmzentrale 25 Feuerwehren im Einsatz.
Sicherungs- und Aufraeumarbeiten nach dem neuerlichen Hochwasser in Weissenkirchen (Bild: APA/Bundesheer/Filzwieser)
Europaplatz überflutet.
Auch Landeshauptstadt schwimmt
Starke Regenfälle ließen die Telefone in den Bezirksalarmzentralen in St. Pölten und Baden heiß laufen. Im Minutentakt wurden Überschwemmungen gemeldet.

Rund 200 Einsätze müssten die Feuerwehrleute allein im Raum St. Pölten abarbeiten, und ständig kamen neue Hilferufe herein. Meist waren sie mit dem Auspumpen überfluteter Keller beschäftigt.
Praktisch alle Feuerwehren der Landeshauptstadt waren im Einsatz.
Neuerlich Katastrophenalarm in St. Pölten
Binnen weniger Tage war am Montag zum dritten Mal Katastrophenalarm in St. Pölten ausgerufen worden. Sintflutartige Regenfälle hatten den gesamten Verkehr lahmgelegt, in den Stadtteilen kam es zu großflächigen Überflutungen.

Rund 200 Einsätze habe die Feuerwehr zu bewältigen, hieß es in einer Aussendung des Krisenstabs der Stadt St. Pölten.

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Nadelbach droht über die Ufer zu treten
Der Nadelbach stieg binnen weniger Minuten um 50 Zentimeter gegenüber dem letzten Höchststand an, und setzte die Türenfirma Reinex schon zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen unter Wasser .

Es wurde Verstärkung aus dem Bezirk angefordert. Aus Amstetten und Gmünd wurde je ein Katastrophenzug erwartet.
Seit 1828 hat es nicht mehr so stark geregnet
In den Bezirken Baden und Mödling waren Feuerwehrleute ebenfalls stellenweise mit Auspumparbeiten beschäftigt.

Laut der Zentralanstalt für Meteorologie war der Juni dieses Jahres in Nord- und Ostösterreich der regenreichste seit 190 Jahren. Der Normalwert wurde um 228 Prozent überschritten.
Schlamm behindert den Verkehr.
Autobahnen 30 Zentimeter unter Wasser
Auf der Außenring-Autobahn (A21) in beiden Fahrtrichtungen bei Alland stand die Fahrbahn 30 Zentimeter unter Wasser. Stellenweise behindert Schlamm, der sich von den Böschungen gelöst hat, den Verkehr.

Auch auf der Westautobahn (A1) in Fahrtrichtung Wien, zwischen Pöchlarn und St. Christophen gab es massive Behinderungen wegen Überschwemmung.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auf der Südautobahn (A2) in Fahrtrichtung Wien bei Kottingbrunn, wo es ebenfalls zu kilometerlangen Staus kam, so der ARBÖ.

Auf der Brünner Bundesstraße (B7) wurde die Unterführung bei Wolfspassing bis auf weiteres gesperrt.
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