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MI | 11.04.2012
Hochwasser beim Alpenbahnhof St. Pölten (Bild: APA/BFK St. Pölten)
HOCHWASSER
Lage in St. Pölten hat sich entspannt
Niederösterreich ist am Montag wieder von schweren Unwettern heimgesucht worden. In St. Pölten wurde zum dritten Mal binnen weniger Tage Katastrophenalarm ausgerufen. Die Situation hat sich bis Dienstagfrüh entspannt.
Alpenbahnhof St. Pölten stand wieder zwei Meter unter Wasser.
Innenstadt war überflutet
Sintflutartige Regenfälle legten am Montag den Verkehr in der Landeshauptstadt lahm, praktisch die gesamte Innenstadt war überflutet.

Das Wasser drang ins Rathaus, in Schulen und Geschäfte ein, auch in den Hof der Polizeidirektion. Betroffen war diesmal auch das Bundesheer, denn in der Hesserkaserne stand das gesamte Waffenarsenal unter Wasser und musste ausgepumpt werden.
Hochwasser in St. Pölten, 6.7.2009 (Bild: APA/Helmut Fohringer)
Hochwasser beim Alpenbahnhof St. Pölten (6. Juli 2009).
Im gesamten Bezirk St. Pölten waren 1.100 Feuerwehrleute im Einsatz.
Zu wenige Sandsäcke für Hochwasserschutz
Bahngeleise wurden unterspült, wichtige Straßen mussten gesperrt werden. Mehr als 500 Feuerwehrleute versuchten in der Landeshauptstadt, der Fluten Herr zu werden.

Zwischendurch wurden sogar die Sandsäcke für den Hochwasserschutz zu wenig, sagte St. Pöltens Bürgermeister Mathias Stadler (SPÖ): „Bei dieser Masse an Wasser und Notwendigkeit an Sandsäcken haben wir da kurzfristig einen Engpass gehabt.“

30.000 Sandsäcke wurden zum Schutz vor den Wassermassen verwendet.
Probleme könnte es beim Umspannwerk Bauernschanze geben.
Entspannung um Mitternacht
Erst gegen Mitternacht entspannte sich die Lage. Mehrere gesperrte Straßen konnten noch am späten Montagabend wieder freigegeben werden.

Prekär war die Lage Dienstagfrüh noch im Umspannwerk der EVN auf der so genannten Bauernschanze. Das Wasser steht dort noch 1,5 Meter hoch. Sollte es hier zu einem Ausfall kommen, wären zahlreiche Großbetriebe wie die Firma Voith betroffen.
Aufräumarbeiten in St. Pölten, 7.7.2009 (Bild: ORF NÖ)
Die Aufräum- und Abpumparbeiten in St. Pölten wurden Dienstagfrüh fortgesetzt.
Auch Autobahnen waren überflutet
Auch in den Bezirken Krems und Baden sowie in der Wachau musste die Feuerwehr Montagnachmittag wieder Keller auspumpen.

Sogar die Autobahnen waren überflutet, etwa die A21 bei Alland, die A1 bei Altlengbach und die A2 bei Kottingbrunn.
Zehn Millionen Euro stellt das Land NÖ zur Verfügung.
Land NÖ erhöht Hochwasserhilfe
In der Sitzung der Niederösterreichischen Landesregierung am Dienstag wird die Hochwasserhilfe des Landes erhöht.

Vergangene Woche wurde sie mit 2,5 Millionen Euro beschlossen, in der heutigen Regierungssitzung wird sie auf Initiative von Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) auf zehn Millionen Euro angehoben.
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