Niederösterreich ORF.at
MI | 11.04.2012
Sicherungs- und Aufraeumarbeiten nach dem neuerlichen Hochwasser in Weissenkirchen (Bild: APA/Bundesheer/Filzwieser)
HOCHWASSER
Tausende Helfer packten an
Nach dem Ende des jüngsten Hochwassers haben die Helfer jetzt Bilanz gezogen. Tausende Männer und Frauen von Feuerwehr, Bundesheer, Rotem Kreuz und anderen Hilfsorganisationen waren ebenso im Einsatz wie private Helfer.
Vier Kriseninterventionsteams für Hochwasseropfer.
Rotes Kreuz betreute Betroffene psychologisch
Allein in der Landeshauptstadt St. Pölten wurden etwa 300 Tonnen Sand in 1.400 Stunden in 17.000 Säcke gefüllt worden.

Das Rote Kreuz war mit 190 Helfern 2.100 Stunden lang im Einsatz. Zusätzlich mussten vier Kriseninterventionsteams ausrücken, um Opfer des Hochwassers psychologisch zu betreuen.
8.000 Soldaten im Einsatz
Noch mehr Menschen aktivierte das Bundesheer. Fast 8.000 Soldaten errichteten provisorische Dämme, sicherten Hänge ab, setzten Brücken wieder instand.

Insgesamt haben die Soldaten in den letzten Wochen 112.000 Stunden im Hochwassereinsatz verbracht. Unterstützt wurden sie dabei von Baugeräten und -maschinen, die Dank einer Kooperation mit der Strabag rasch bereit gestellt wurden.
Hochwasser-Einsatz st. Pölten (Bild: BFKDO St. Pölten)
Schadensmeldungen von 6,5 Millionen Euro bisher eingelangt.
Einsätze in über 24 Orten
Die Einsätze der Soldaten waren über 24 Orte verteilt - das allein schon machte deutlich, was dieses Hochwasser von vergangenen unterschied: die Vielzahl an betroffenen Gemeinden.

Die Koordination der Einsatzkräfte durch das Land wurde dadurch aber nicht erschwert, versicherte Landesrat Stephan Pernkopf.
Hochwasser in Weissenkirchen (Bild: APA/Roland Schlager)
23.000 Männer und Frauen der Feuerwehr waren im Einsatz.
Feuerwehr am meisten gefordert
„Wenn Bedarf an Hilfskräften war, sind die zwischen ein und zwei Stunden später in der jeweiligen Gemeinde eingerückt. Daran sieht man dass das perfekt funktioniert auch in den entlegensten Gegenden“, sagte Pernkopf.

Die meisten Arbeitsstunden leisteten im ganzen Land die Feuerwehren. 23.000 Männer und Frauen arbeiteten 311.000 Stunden.
Hochwasser, Feuerwehreinsatz (Bild: BFK Hermagor/Florian Jost)
10 Millionen Euro an Soforthilfe
Das Land hat 10 Millionen Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt. "Wir vom Land Niederösterreich sind jetzt bemüht, die Schadensauszahlungen möglichst rasch zu machen", sagte Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP).

"Es sind bisher Schadensmeldungen von 6,5 Millionen Euro eingelangt und die werden sofort am selben Tag noch ausbezahlt, das funktioniert sehr gut", so Pernkopf.
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