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MI | 11.04.2012
Schimpanse in Gänserndorf (Bild: APA)
CHRONIK
Gänserndorf: Happy End für Baxter-Laboraffen
Happy End für die Baxter-Laboraffen: Fünf Jahre lang wurde für die Versuchstiere nach einem neuen "Altersruhesitz" gesucht, nun gibt es eine Lösung für die 44 Schimpansen und Kleinaffen. Das Salzburger Gut Aiderbichl übernimmt die Versorgung der Affen.
Neues Gehege wird in Gänserndorf errichtet
Das Salzburger Gut Aiderbichl übernimmt die Versorgung der Affen und baut den Tieren in Gänserndorf ein neues Gehege.

Der nun abgeschlossene Vertrag zwischen dem Gut, dem Gesundheitsministerium, dem Land Niederösterreich sowie Baxter sieht acht bis zehn neue Anlagen mit Freigehege im bestehenden Areal des Safariparks Gänserndorf vor.
Abschluss der Sanierungen: 2011.
Im Juli sollen die ersten 40 Tiere umziehen
Gebaut wird auf dem 5,5 Hektar großen Grundstück, auf dem die Tiere bereits jetzt leben. Im Juli 2010 sollen laut Aiderbichl-Betreiber Michael Aufhauser die ersten der 40 noch lebenden Schimpansen sowie drei Rhesusaffen und ein Schweinsaffe umziehen.

Bis Ende 2011 ist der Abschluss der Sanierungen geplant. Alle jetzigen Betreuer der Tiere werden in Gänserndorf für das Gut Aiderbichl weiterarbeiten, so Aufhauser. Ihre Verträge seien zu den jetzigen Konditionen übernommen worden.
Seit 1996 wurde über Zukunft diskutiert
Bereits seit 1996 wurde über die Zukunft der Tiere diskutiert: 1996 erwarb Baxter die Immuno AG und damit auch deren Affen, die für die Erforschung von HIV- und Hepatitis-Behandlungen herangezogen worden waren. Der Pharmakonzern stellte die Tests laut eigenen Angaben sofort ein und suchte nach einem Versorgungsplatz für die Labortiere.

Gefunden wurde dieser zunächst im Safaripark Gänserndorf, der 2002 die etwa 130 verbliebenen Tiere übernahm. Mit dem Konkurs des Zoos vor fünf Jahren musste die Suche nach einer Lösung erneut begonnen werden.
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