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MI | 11.04.2012
Ochenburg_Frontansicht (Quelle:ORF)
RELIGION
Bischof will Sommersitz los werden
Die Diözese St. Pölten sucht für das Schloss Ochsenburg einen Käufer. Bei der sinkenden Zahl von Katholiken wäre das eine willkommende Einnahme. Denn: Weniger Gläubige bedeuten weniger Kirchenbeiträge.
Ochsenburg_Küng (Quelle:ORF)
Bischof Klaus Küng zieht es in die Berge.
Bischöfe fanden keinen Gefallen mehr
Das Schloss Ochsenburg im Süden von St. Pölten war der frühere Sommersitz der Bischöfe. Jetzt ist das Objekt für mehrere Millionen Euro, die Rede ist von etwa drei Millionen Euro, zu haben. Kurt Krenn verbrachte die Sommer dort. Sechs bis sieben Wochen lenkte er die kirchlichen Geschicke von der Ochsenburg aus.

Ab 1991 fanden die Bischöfe an der Sommerresidenz keinen Gefallen mehr. Den jetzigen Bischof Klaus Küng zieht es etwa in die Berge.
Ochsenburg_Innenansicht (Quelle:ORF) Diözese überprüft andere Verwertung
Ein Schloss, das seit zwanzig Jahren fast ungenutzt ist, dazu eine sinkende Zahl von Katholiken und damit auch Kirchenbeitragszahlern, hat in der Diözese zu einer einfachen Überlegung geführt:

"Einerseits hat eine wirtschaftlich schwierige Zeit dazu geführt, dass wir auch überprüfen müssen was die Kernaufgaben der Kirche sind und welche Mittel wir dazu brauchen. Der Bischof ist daher zur Überzeugung gekommen, dass das Schloss nicht zu den wesentlichen Aufgaben der Diözese gehört und daher überprüfen wir eine andere Verwertung", erklärt der leitende Jurist der Diözese Stefan Stöger.
Ochsenburg_Kapelle (Quelle:ORF)
Die Kapelle muss weiter genutzt werden.
Es gäbe bereits einige Interessenten
Den Preis für das 2.500 Quadratmeter große Schloss will Stöger nicht bekanntgeben. "Als Käufer kommen prinzipiell nur jene in Frage, die nicht komplett konträr mit den Einstellungen und Werten der Kirche sind. Wir schauen uns die Interessenten - und es gibt eine ganze Menge - genau an und manche lädt der Bischof zu einem persönlichen Gespräch ein", so Stöger.

Die Kapelle muss als Gotteshaus weiter genutzt werden und es müsste auch investiert werden, etwa um die 2.500 Quadratmeter Wohnfläche zu beheizen.

Die Ochsenburg sei das einzige Gebäude, von dem sich die Kirche trennen will. Andere Verkäufe habe man nicht angedacht, heißt es in der Diözese St. Pölten.
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