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MI | 11.04.2012
Pflanzenschutzmittel wird versprüht (Bild: ORF)
UMWELT
Pestizide verseuchen Mitterndorfer Senke
Die Polizei ermittelt gegen eine Firma in Ebenfurth (Bez. Wr. Neustadt), die soll laut Polizei sorglos mit hochgiftigen Pestiziden umgegangen sein soll. Die Spritzmittel sollen das Wasser der Mitterndorfer Senke verunreinigen.
Chemikalien noch in Baden nachweisbar
Die Firma soll die giftigen und hochkonzentrierten Chemikalien falsch am Gelände des Betriebes gelagert haben, so die Polizei. Die Schadstoffe sind dann in den Boden gesickert und haben Teile des Grundwassers der Mitterndorfer Senke kontaminiert.

In fünf Kilometern Entfernung vom Betriebsgelände sei noch immer eine Restmenge der Chemikalien nachzuweisen, so die Polizei.
Ermittlungen gegen drei Mitarbeiter der Firma
Im Mai 2009 wurde die Firma angezeigt, seither ermitteln die Umweltspezialisten des Landeskriminalamts Niederösterreich. Angezeigt wurden zwei Vorstandsmitglieder sowie ein Produktionsleiter der Pflanzenschutzmittel-Firma, wegen vorsätzlicher und fahrlässiger Beeinträchtigung der Umwelt.
Rest von Pestizide aus dem Jahr 2004
Von Seiten der Firma heißt es, dass es 2004 einen Abwasserrohrbruch gegeben habe und Schadstoffe in den Boden gelangt sind. Die Kontaminierung sei aber sehr gering und keinesfalls bedrohlich.

Seit dem Unfall seien sämtliche Maßnahmen, wie eine hydraulische Sperre eingerichtet worden, für den Fall, dass ein solcher Unfall wieder passiert und etwaige Reste von Chemikalien noch im Boden sind. Von einer sorglosen Verwahrung der Spritzmittel wolle man nichts wissen.
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