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MI | 11.04.2012
AKW Zwentendorf (Bild: World Awards)
VERANSTALTUNG
Zwentendorf: Führungen durch das alte AKW
Das Atomkraftwerk in Zwentendorf (Bez. Tulln), das nie in Betrieb gegangen ist, öffnet nach über 30 Jahren seine Tore für Besucherinnen und Besucher. Ab Juni 2010 bietet die EVN Sonderführungen für alle Interessierten an.
Besucher können Mysterium klären
Warum funktioniert in Zwentendorf keine Uhr?
Im Zuge der Führungen können sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild von der Anlage, ihrer Geschichte und ebenfalls von der Zukunft der Energiegewinnung durch Sonnenstrahlen mittels Fotovoltaik machen.

Sie können aber auch einem Mysterium des historischen AKWs auf den Grund gehen: Es gibt in der Anlage nämlich keine einzige funktionierende Uhr. Sämtliche Zeiger und Ziffernblätter wurden entfernt, warum, ist unklar.
1970er und 80er: Politischer Dauerbrenner
Der Startschuss für den Bau des Atomkraftwerks Zwentendorf fällt 1971. Damals geht man in Österreich sogar von insgesamt drei Kraftwerken aus, die später einmal den Energiebedarf decken sollen.

Doch der Protest gegen Zwentendorf wird immer lauter und so kommt es am 5. November 1978 zur denkwürdigen Volksabstimmung, bei der sich eine knappe Mehrheit von 50,47 Prozent der Österreicher gegen die Inbetriebnahme ausspricht.
Im Inneren des AKW Zwentendorf (Bild: ORF NÖ)
Künftig können Besucher jeden Freitagnachmittag einen Blick ins Innere des AKWs Zwentendorf machen.
Fotovoltaikanlage und Schulungsreaktor.
Kein AKW: Anlage wird dennoch genutzt
Am Mittwoch wurde der Führungsweg durch das historische Atomkraftwerk und die dort installierte Fotovoltaikanlage, die seit 2009 in Betrieb ist, eröffnet.

Die Fotovoltaikanlage in Zwentendorf sei ein "Symbol für den Klimaschutz in Niederösterreich", sagte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) bei der Eröffnung.

Die EVN hat in den vergangenen Jahren im Atomkraftwerk in Zwentendorf einen weltweit einzigartigen Schulungsreaktor eingerichtet. Dort können in einem strahlungsfreien Umfeld Wartungs- und Montagearbeiten gefahrlos geübt werden.

Darüber hinaus hat die EVN gemeinsam mit dem Land Niederösterreich eine große Fotovoltaikanlage auf dem Areal des AKWs in Betrieb genommen. Die Technische Universität Wien erforscht hier in Kooperation mit der EVN die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Fotovoltaiksysteme.
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