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MI | 11.04.2012
20 Jahre danach
Keine Spur mehr vom Weinskandal
Vor genau 20 Jahren ist in Niederösterreich der erste Fall im Zusammenhang mit dem Weinskandal aufgeflogen. Tafelwein war mit Frostschutz gepanscht und dann als Prädikatswein nach Deutschland verkauft worden.
Heute sind Winzer erfolgreicher denn je
Als Folge des Weinskandals brachen die Exporte der heimischen Winzer zusammen. Mehrere Weinhändler aus Niederösterreich wurden wegen Betrugsverdachts verhaftet. 20 Jahre danach sind Niederösterreichs Weinproduzenten erfolgreicher denn je.
"Weinskandal - nun auch Niederösterreich betroffen", schrieb die Austria Presse Agentur am 11. Juli 1985.  "Giftwein aus Österreich" - las man kurze Zeit später in einer deutschen Zeitung.
Qualitätskontrollen bei Wein (Bild: APA) Heute: Weingesetz, Prüfnummern, Weinakademie
Heute liest sich die Geschichte des Weins wieder ganz anders. Denn als Folge des Skandals wurde ein neues Weingesetz mit strengen Qualitätskontrollen eingeführt, dazu kam die Vergabe von Prüfnummern und die Gründung der österreichischen Weinakademie.

Damit begann die eigentliche Erfolgsgeschichte des österreichischen Weines, sagt der Geschäftsführer des österreichischen Weinbauverbandes, Josef Glatt.
Während die Exportquote vor 20 Jahren beinahe gegen Null gesunken ist, haben Österreichs Winzer im Vorjahr 73 Millionen Liter Qualitätswein ins Ausland verkauft.
In der Zukunft müsse man vor allem gegen die Konkurrenz aus dem Ausland bestehen, sagt Josef Glatt. Und das sei nur möglich, wenn man auch weiter auf höchste Qualität setze.
Bub genießt Weintrauben (Bild: APA)
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