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MI | 11.04.2012
Vorplatz Bahnhof St. Pölten (Bild: Magistrat St. Pölten)
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St. Pölten hat nun offiziell neuen Bahnhof
Jahrelang ist er das Schlusslicht im Ranking der Bahnhöfe gewesen, das dürfte Geschichte sein. Am Freitag ist in St. Pölten der neue Bahnhof eröffnet worden. Täglich verkehren dort etwa 26.000 Pendler.
198 Millionen Euro investiert.
Tradition mit Moderne verbunden
Fünf Jahre lang dauerten die Bauarbeiten im Zentrum von St. Pölten, insgesamt wurden 198 Millionen Euro investiert. Am Freitag wurde der Bahnhof im Beisein von Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ), Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) und zahlreicher weiterer Gäste feierlich eröffnet.

Alleine der Umbau des 150 Jahre alten Hauptgebäudes kostete 28 Millionen Euro. Dabei wurde besonders auf Aspekte des Denkmalschutzes Rücksicht genommen. Das Ziel war, moderne Elemente mit der Tradition des Gebäudes zu verbinden.

Daher wurde das Erscheinungsbild des alten Bahnhofes beibehalten. Dort, wo früher die Durchfahrt zur Kremser Landstraße war, befindet sich jetzt eine moderne Empfangshalle. Vier Aufzüge und fünf Rolltreppen bringen die Fahrgäste zu den Bahnsteigen. Einer davon ist der längste Bahnsteig in Österreich.
Vorplatz Bahnhof St. Pölten (Bild: ÖBB)
Äußerlich ist das aus dem Jahr 1880 stammende Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, nahezu unverändert. Adaptiert wurde auch das Verkehrs- und Parkkonzept sowie die Anbindung an die Umgebung bzw. die Fußgängerzone.

Die neue Haupthalle wurde in den historischen Teil des Gebäudes verlegt, eine Einkaufspassage sowie ein komfortabler Warteraum geschaffen. Neben kürzeren Gehwegen habe man auch besonders auf Barrierefreiheit geachtet, so die ÖBB.

Mit dem Umbau des Hauptbahnhofes wurde unter laufendem Betrieb - täglich frequentieren den Bahnhof rund 26.000 Personen und 540 Züge - Ende August 2006 begonnen. 14 Kilometer Gleis wurden im Rahmen des vierspurigen Ausbaus der Westbahn neu verlegt. Bis 2011 wird nun die Eingliederung des Hauptbahnhofes in die Westbahn finalisiert.
Neue Geschäfte sind entstanden.
Bauarbeiten noch bis Mitte 2011
In der alten Kassenhalle wird noch bis Mitte 2011 gebaut. Dort sollen noch ein Gastronomie- und zwei Handelsbetriebe entstehen. Doch schon jetzt warten zehn Geschäfte auf Kunden. Die Fahrgäste fühlen sich in der offeneren und freundlicheren Atmosphäre des neuen Bahnhofs schon jetzt wohler.

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) bezeichnete den Bahnhof als "Meilenstein für die Landeshauptstadt und das Land" und wies auf seine Bedeutung für die Standortqualität und die Mobilität hin. Mit dem Umbau sei ein "optimaler Schnittpunkt" zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr geschaffen worden, meinte Pröll.

Rund 1,2 Millionen Menschen würden jeden Tag durch die ÖBB befördert, sagte Infrastrukturministeriun Doris Bures (SPÖ). Durch die Investitionen in die Bahn wolle man "das Bestandsnetz zukunftsfit für das 21. Jahrhundert machen", so Bures.
Pröll, Bures, Stadler, Kern (Bild: Magistrat St. Pölten)
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