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MI | 11.04.2012
Wolf (Bild: Fotolia/Jens Klingebiel)
UMWELT
Wolf riss neun Schafe in Puchberg
Noch nie hat sich im Schneeberggebiet ein Wolf herumgetrieben. Jetzt soll ein Wolf in Puchberg am Schneeberg neun Schafe gerissen haben. Die Bevölkerung ist aufgeregt, ein Landwirt lässt seine Schafherde nicht mehr aus den Augen.
Premiere im Schneeberggebiet.
Wolf mittels DNA-Analyse überführt
"Das Tor war umgetreten, da sind tote Schafe gelegen mit Bisswunden. Es war kein schönes Bild." Der Landwirt Johann Steiner wird den Tag, als neun seiner Schafe tot waren, nicht so schnell vergessen.

Er verständigte die Polizei und einen Jäger. "Da hat man gesagt: Die Hunde waren es." Steiner traute diesen Vermutungen nicht, die Bisswunden kamen ihm ungewöhnlich vor. Deshalb kontaktierte er den Wolfbeauftragten des Landes, Georg Rauer.

"Ich habe Speichelproben aus den Bisswunden genommen und zu einer DNA-Analyse geschickt. Da hat man feststellen können, dass das ein Wolf war", sagte Rauer. Für den Experten ist das eine Premiere. Im Gegensatz zum Wechselgebiet war im Schneeberggebiet bisher noch nichts von Wölfen bekannt.
"Mensch ist keine Beute".
Wölfe dürfen nicht gejagt werden
Rauer beruhigt aber: ""Für Menschen stellt der Wolf keine Gefahr dar, weil er sehr scheu ist, und der Mensch ist keine Beute."

Für Steiner ist das aber kein Trost. Den Schaden bezahlt zwar der Landesjagdverband, die Angst bleibt aber. "Ich werde die Tiere nicht mehr am Waldrand halten, eher im Ortsgebiet und mit wolfsicheren Elektrozäunen", sagte Steiner.

Ob der Wolf noch im Schneeberggebiet unterwegs ist, kann niemand mit Sicherheit sagen. Bei der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen heißt es, dass Wölfe ganzjährig weder gejagt noch gefangen werden dürfen.
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