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MI | 11.04.2012
Religionsunterricht (Bild: ORF)
SCHULE
Ethikunterricht statt Freistunde gefordert
Immer mehr Jugendliche melden sich vom Religions-unterricht ab. Familienlandesrätin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fordert für diese Schüler einen verpflichtenden Ethikunterricht statt der Freistunde bisher.
Orientierung und Werte für Jugendliche
Rund 85.000 Schüler besuchen allein in der Diözese St. Pölten Pflicht- und weiterführende Schulen. 90 Prozent dieser Schüler sind katholiken. Doch gerade in den Ballungsräumen melden sich immer mehr Oberstufenschüler vom Religionsunterricht ab.

In manchen Regionen haben bis zu 30 Prozent von ihrem Recht auf Abmeldung Gebrauch gemacht und genießen eine Freistunde. Doch gerade der Religionsunterricht vermittle, wie kein anderes Schulfach, Werte und Orientierung, so Familienlandesrätin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).
Unterricht in Mittelschule (Bild: ORF)
200 Schulen bieten Ethikunterricht an
Um den Jugendlichen dennoch die Chance auf moralische Orientierung zu bieten, fordert Familien-Landesrätin Johanna Mikl-Leitner einen verpflichtenden Ethik-Unterricht statt dieser Freistunde.

Sie verweist darauf, dass bereits an 200 Schulstandorten in Österreich versuchsweise Ethikunterricht angeboten wird, der von Eltern, Schülern und Lehrern durchaus positiv angesehen werde, so Mikl-Leitner.
Katholische Kirche ist gefordert
Sie sieht aber auch die katholische Kirche gefordert: Einerseits soll sie einen attraktiven Religionsunterricht anbieten und andererseits soll sich die Kirche als Verbündete stark machen für den Ethikunterricht.
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