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MI | 11.04.2012
Wolfgang Murnberger (Bild: ORF NÖ)
FILM
Murnberger fordert bessere Filmförderung
Der aus Wr. Neustadt gebürtige Wolfgang Murnberger erhielt am Freitag den NÖ Kulturpreis in der Kategorie Medienkunst. Der Regisseur hofft, dass die Filmbranche - "immer mehr ein Wirtschaftsfaktor" - noch mehr gefördert wird.
Durchbruch mit "Ich gelobe" (1994) erreicht.
Abrechnung mit der eigenen Bundesheer-Zeit
Wolfgang Murnberger ist Jahrgang 1960 und studierte Regie, Drehbuch und Schnitt an der Filmakademie Wien. Sein Abschlussfilm, der autobiografisch inspirierte Spielfilm "Himmel oder Hölle", wurde bei den Österreichischen Filmtagen ausgezeichnet und erreichte auch Aufmerksamkeit und Auszeichnungen bei mehreren internationalen Festivals.

Sein erster großer Erfolg war der von einem österreichischen Bundesheer-Grundwehrdiener mit Identitätskrise handelnde Film "Ich gelobe" (1994). Sechs Jahre später erschien Murnberges bis heute erfolgreichster Film "Komm, süßer Tod", den im Jahr 2000 230.000 Kinobesucher sahen.
Dreharbeiten zu "der Knochenmann. (Bild: ORF)
Dreharbeiten zu "Der Knochenmann".
Zahlreiche Arbeiten wie z.B. "Tatort" auch für das Fernsehen.
Von "Brüder" bis "Silentium"
Von 2002 bis 2005 inszenierte Murnberger die Trilogie "Brüder" für das Fernsehen, weitere Wolf Haas-Verfilmungen erschienen 2004 ("Silentium") und 2009 ("Der Knochenmann).

Neben Kino- und Fernsehfilmen inszeniert Murnberger auch einzelne Folgen von Fernsehserien – bisher "Vier Frauen und ein Todesfall" (2005–2007) sowie zwei "Tatort"-Folgen (1997, 2007).
Heimischer Film habe Aufschwung erlebt
Dank der Filmförderung habe der österreichische Film in der Vergangenheit einen Aufschwung erlebt, heimische Produktionen gewinnen national und international immer mehr an Bedeutung, sagte Wolfgang Murnberger im Gespräch mit Werner Fetz für "NÖ Heute".
Wolfgang Murnberger im Gespräch mit Werner Fetz (Bild: ORF NÖ)
Wolfgang Murnberger im Gespräch mit Werner Fetz.
"Film wird immer mehr zum Wirtschaftsfaktor", so der gebürtige Wr. Neustädter.
Murnberger: "Es ist leider zu wenig Geld da"
"Natürlich könnte die Filmförderung mehr sein, was natürlich in Zeiten der Wirtschaftskrise schwierig ist. Film wird aber immer mehr zu einem Wirtschaftsfaktor, man kann damit auch Geld verdienen. Wir beweisen das mit den Filmen, die aus Österreich kommen und in ganz Europa laufen, manche sogar auf der ganzen Welt", meint Murnberger.

Das Interesse in Österreich an Film steige, es gebe auch viele junge Regisseure, die nachkommen wollen: "Es ist leider zu wenig Geld da, um mehr Projekte durchziehen zu können", bemängelt der Filmregisseur.
Vier Goldene Romys für seine Filme
Wolfgang Murnberger erheilt zahlreiche Preise und Auszeichungen, u.a. den Ophüls Preis (1991), den Wiener Filmpreis (1994), den Erich Neuberg-Preis (1996, 2002) sowie vier Goldene Romys (1996, 2000, 2003, 2007).
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