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MI | 11.04.2012
Einsatz bei Kohlenmonoxid-Austritt (Bild: FF Gänserndorf)
CHRONIK
Elf Verletzte durch Kohlenmonoxidvergiftung
Laut Feuerwehr ist aus einer Gas-Therme im Keller eines Hauses in Gänserndorf Kohlenmonoxid ausgetreten. Elf Personen sind dabei Dienstagabend verletzt worden, drei aus dem Haus und acht Rettungskräfte.
Retter müssen Retter retten
Nach den bisherigen Erhebungen durch die Polizei dürfte der 69-jährige Hausbesitzer im Keller seines Hauses in Gänserndorf einen Herzinfarkt erlitten haben. Möglicherweise war er auch das erste Opfer der Kohlenmonoxidvergiftung. Seine Frau und die Tochter fanden den Mann und verständigten die Rettung.

Die Notärztin und mehrere Sanitäter gingen nichts ahnend in den Keller und atmeten ebenfalls das hochgiftige Kohlenmonoxid ein. Ein Sanitäter schlug Alarm, Verstärung wurde angefordert. Die Feuerwehr ging mit Atemschutzmasken schließlich ins Haus, schildert Einsatzleiter Viktor Böhm von der Feuerwehr Gänserndorf:

"Die Helfer des Roten Kreuzes hatten nicht die Informationen, die wir dann gehabt haben, dass es sich um eine Kohlenmonoxid-Emmission handelte, sondern sind zu einem Herzinfarkt gerufen worden, und so nahm das Unglück seinen Lauf."
Laut Feuerwehr betrug die Konzentration an Kohlenmonoxid mehr als 120 ppm (parts per million). Zurzeit der Messung, also einige Zeit nach dem Unglück, betrug die Kohlenmonoxidbelastung im Keller 50-120 ppm, so Einsatzleiter Viktor Böhm.
Einsatz bei Kohlenmonoxid-Austritt (Bild: FF Gänserndorf)
Einsatzleiter Vikor Böhm und seine Helfer
Luftanalysen im und rund ums Haus
Insgesamt wurden nach Angaben des Roten Kreuzes elf Personen, drei Hausbewohner und acht Rettungssanitäter schwer verletzt. Der Hausbesitzer schwebt noch in Lebensgefahr.

Die Feuerwehr hat das Haus mit Druckluft-Gebläsen und Ventilatoren belüftet. Im Keller sowie rund ums Haus wurden Gasmessungen vorgenommen.
Einsatz bei Kohlenmonoxid-Austritt (Bild: FF Gänserndorf)
Gasmessungen rund um das betroffene Wohnhaus.
EVN: Keine Gefahr für Nachbarn
"Unser Gas-Spürtrupp war rasch in Gänserndorf und hat vor Ort Messungen durchgeführt. Bei diesen Messungen wurde kein Gasaustritt festgestellt. Es hat vor Ort wegen Erdgas keine Gefahr bestanden", sagt EVN-Sprecher Stefan Zach.

Für die Bewohner der umliegenden Häuser bestand keine Gefährdung. Die Kohlenmonoxidmessung rund ums Gebäude zeigte keine signifikante Konzentration, so die Feuerwehr.
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