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MI | 11.04.2012
Gasexplosion in St.Pölten (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
JUSTIZ
Gasexplosion: Alle Gutachten liegen vor
Knapp acht Monate nach der Gasexplosion in St. Pölten, bei der fünf Menschen ums Leben gekommen sind, sind die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft nun abgeschlossen. Die drei in Auftrag gegebenen Gutachten liegen jetzt vor.
Gutachten sollen Verantwortung aufzeigen
Die Gutachten aus den Bereichen Gas, Elektrotechnik und Geologie liegen nun vor, ebenso die Abschlussberichte des Landes- und des Bundeskriminalamts. Die Unterlagen sollen eine Antwort auf die Frage liefern, was die verheerende Gasexplosion verursacht hat.

Auf durchschnittlich 150 Seiten haben die jeweiligen Sachverständigen ihre Sicht der Dinge geschildert.

Laut Staatsanwaltschaft steht fest, dass durch einen Kurzschluss in einem Starkstromkabel ein Leck in einer Gasleitung entstanden ist. Zudem sei der Abstand zwischen Gas- und Stromleitung zu gering gewesen.

Ob darin die Ursache für die Explosion liege und wer gegebenenfalls dafür die Verantwortung trage, darüber sollen die nun vorliegenden Gutachten weitere Aufschlüsse geben.
Bergung nach Gasexplosion St. Pölten (Bild: Stamberg)
Am 3. Juni 2010 erschütterte ein lauter Knall gegen 8.00 Uhr St. Pölten. Bei einer verheerenden Gasexplosion wurden fünf Menschen getötet. Hunderte Einsätzkräfte waren stundenlang am Unglücksort.
Alle Unterlagen werden nun geprüft
Die Unterlagen werden nun durch die Staatsanwaltschaft geprüft. Ist diese Prüfung abgeschlossen, wird entschieden ob weitere Ermittlungen notwendig sind oder ob und gegen wen Anklage erhoben wird.

Das Verfahren läuft wegen fahrlässiger Gemeingefährdung sowie fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Das Strafausmaß für diese Delikte umfasst eine Freiheitsstrafe von maximal 3 Jahren.
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