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MI | 11.04.2012
Cobra im Einsatz (Bild: APA/Techt)
CHRONIK
Libyen: Cobra holt Österreicher heim
15 Österreicher sind am Donnerstag aus der libyschen Hauptstadt Tripolis in Sicherheit gebracht worden. Die Cobra unterstützte dabei ein "Support Team" des Außenministeriums. Weitere Einsätze sind möglich.
"Land- oder Seeweg zu präferieren."
Rückreise nach Österreich am Freitag
Am Vormittag trafen die 15 Österreicher das Hilfsteam westlich von Tripolis. Nach 160 Kilometern Fahrt erreichten sie am frühen Nachmittag die tunesische Grenze.

Die Einreise nach Tunesien war jedoch schwierig, sagte Cobra-Leiter Bernhard Treibenreif, weshalb die Rückreise nach Österreich erst am Freitag angetreten wird.

Es war der erste Konvoi, den die Cobra in Libyen mitorganisierte. "Die Flüge werden immer weniger, es werden kaum mehr Landegenehmigungen erteilt. Deswegen sind der Land- oder der Seeweg zu präferieren."
Auch Fahrzeuge getarnt.
Cobra agiert in Zivil
Seit Montag sind Mitglieder der Spezialeinheit im Krisengebiet. "Wir haben die Ausreise von Österreichern gemeinsam mit Außen- und Verteidigungsministerium organisiert. Eine weitere Aufgabe war der Schutz des Botschaftspersonals", sagt Treibenreif.

Die Beamten agieren dabei in Zivil. "Es ist unmöglich, dort Waffen offen zu tragen. Das ist viel zu gefährlich. Auch die Fahrzeuge, die wir verwenden, sind Zivilfahrzeuge."
Weitere Einsätze möglich
Weitere Rückholaktionen sind nicht ausgeschlossen. "Es wird von der österreichischen Botschaft versucht, ausreisewillige Österreicher zu unterstützen. Dann muss man schauen, ob noch weitere Österreicher im Land sind", sagte Treibenreif.

Ist das nicht der Fall, dann "müsse überlegt werden, sich selbst zurückzuziehen." Bis zur Rückkehr nach Österreich sind die Cobra-Beamten in der österreichischen Botschaft untergebracht.
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