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MI | 11.04.2012
Milch (Bild: Fotolia/anshuca)
WIRTSCHAFT
Milchbauern: Wenig Freude mit Milchpreis
Der Milchpreis ist heuer um fünf bis zehn Cent pro Liter gestiegen, nachdem er in den Vorjahren wegen Spekulationen in den Keller gefallen war. Für die Bauern ist das aber am heutigen Weltmilchtag trotzdem kein Grund zum Jubeln.
38 Cent für einen Liter Milch
Derzeit nimmt ein Milchbauer 38 Cent pro Liter ein, das sind um sieben Cent mehr als noch im Vorjahr.

Die höhere Milchnachfrage am Weltmarkt sowie die steigenden Exporte sind der Grund, dass die heimischen Milch- und Butterlager fast leer sind.
Kritik: Bauern verdienen heuer nicht mehr
Die Preissteigerung wird aber von der Inflation geschluckt, sagt Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer der Milchgenossenschaft NÖ.

"Tatsache ist, dass die Milch – verglichen auf Basis des Verbraucherpreisindex mit dem Preis vor 25 Jahren – für den Konsumenten um 40 Prozent billiger ist. Man kann nicht davon ausgehen, dass der Bauer heute mehr verdient als vor einem Jahr."
IG Milch befürchtet Bauernsterben
Das wird auch von der IG Milch beklagt. Milchbauern könnten zu diesem Preis längst nicht kostendeckend produzieren, der Liter müsste dazu zehn Cent mehr einbringen.

Man befürchte ein Bauernsterben. Seit 1995 hätten wegen der gefallenen Preise bereits 55.000 Bauern österreichweit ihren Hof aufgegeben.
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