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MI | 11.04.2012
Archäologische Funde Ulrichskirchen-Schleinbach (Bild: Archäologie Service / Fritz Preinfalt)
CHRONIK
Siedlungen aus Ur- und Frühzeit entdeckt
In Weinviertel sind bei Grabungen Siedlungen aus mehreren Perioden der Ur- und Frühzeit entdeckt worden. Ehemalige Wohnplätze, Skelette und auch Keramik wurden entdeckt und von Archäologen freigelegt.
Fündig beim Bau für die "Westschiene"
Bei den Vorbereitungsarbeiten für den Bau der Gashochdruck-Transportleitung "Westschiene", die im Frühjahr begannen, wurden im Bereich von Ulrichskirchen-Schleinbach (Bezirk Mistelbach) unter anderem Wohnplätze aus der frühen Jungsteinzeit (5. Jahrtausend vor Christus), der Frühbronzezeit (1800-1600 vor Christus) und der Germanenzeit (2./3. Jahrhundert nach Christus) freigelegt. Das hat die EVN in einer Aussendung mitgeteilt.
Archäologische Funde Ulrichskirchen-Schleinbach (Bild: Archäologie Service / Fritz Preinfalt)
Laut Wissenschaftern wurden die Skelette entsorgt.
Vorratsgrube als interessantester Fund
Der für Archäologen bis dato "interessanteste" Fund, wie es in der Aussendung hieß, sei eine Vorratsgrube der frühbronzezeitlichen Aunjetitz-Kultur. Die Grube ist etwa 1,19 Meter tief und hat einen Durchmesser von 2,1 bis 2,5 Metern. Nach der Nutzung für Vorräte wurden drei Leichen in der Grube begraben.

Da die Skelette teils in verdrehter Lage bzw. aufeinanderliegend gefunden wurden, gehen die Wissenschafter davon aus, dass diese nicht klassisch bestattet, sondern eher "entsorgt" wurden.

Neben den menschlichen Überresten wurde auch Keramik, darunter eine fast vollständige Tasse, gefunden. Auch Brandspuren wurden entdeckt - sowohl an den Skeletten als auch in Form von gebrannten Lehmflecken.
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