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MI | 11.04.2012
Andreas Waldherr bei der Waldviertel-Rallye 2008 (Bild: ORF)
Andreas Waldherr
CHRONIK
Rallyefahrer Andreas Waldherr verunglückt
Der NÖ Rallyefahrer Andreas Waldherr ist tot. Laut Informationen der Polizeiinspektion Aspang Markt (Bezirk Neunkirchen) ist der 43-Jährige aus Thomasberg bei Reparaturarbeiten am Mittwochvormittag tödlich verunglückt.
Fahrzeug rutschte von Montageblock.
In Werkstatt von Fahrzeug erdrückt
In seiner Werkstatt in Aspang wurde Waldherr von seinem Rallyefahrzeug erdrückt, heißt es bei der zuständigen Polizei.

Zum Unfallhergang war zunächst nur bekannt, dass sich der Verunglückte laut Feuerwehr alleine in der Werkstatt befand, als es zu dem Unglück kam.

Aus unbekannter Ursache rutschte das Fahrzeug von einem der Montageblöcke und fiel auf den darunter liegenden Waldherr, wodurch dieser eingeklemmt wurde.
Cousin fand den Verunglückten in der Werkstatt.
Hinterlässt Ehefrau und einen Sohn
Sein Cousin fand ihn gegen 11.15 Uhr und verständigte die Einsatzkräfte. Trotz Reanimationsversuchen erlag der Rennfahrer aber seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle, der Notarzt konnte nur mehr den Tod feststellen.

Nach Angaben von "144 - Notruf NÖ" waren neben Polizei und Feuerwehr auch ein Notarzthubschrauber sowie ein Rettungswagen im Einsatz. Der 43-Jährige hinterlässt eine Frau und einen Sohn.
Andreas Waldherr (Bild: APA/D. Fesslk) Größter Erfolg: Vize-Staatsmeister
Den größten Erfolg feierte Waldherr im vorigen Jahr mit dem Vizemeistertitel in der Rallye-Staatsmeisterschaft. Waldherr betrieb seit den frühen 1990er Jahren Motorsport.

Er startete zunächst im Seat Ibiza Cup, von 1991 bis 1993 bei Bergrallyes und danach und bis 1996 bei Kart-Rennen, ehe er in den Rallye-Sport einstieg.

2000 wurde Waldherr Vize-Meister im österreichischen Dieselpokal und war dann in den Jahren 2001, 2002 und 2003 schnellster Dieselpilot in Österreichs Rallye-Szene.
Drei Gesamtsiege in 72 Rallyes
Von seinen insgesamt 72 Rallyes gewann Waldherr drei Mal. Im Vorjahr wurde er mit seinem VW Polo S2000 hinter Serienmeister Raimund Baumschlager Vize-Staatsmeister. Aber auch die Rundstrecke war seine sportliche Heimat. Bei den 24 Stunden von Dubai belegte er 2006 Platz drei, 2011 feierte er mit einem Golf TDi einen überlegenen Sieg in der Dieselwertung.

In der laufenden Staatsmeisterschaft lag der für VW Racing Austria fahrende Waldherr nach einigen problembehafteten Rennen nur auf Platz acht. Beim jüngsten ÖM-Lauf, der Rallye Maribor, hatte der Routinier wegen Fiebers überhaupt gefehlt.
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