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MI | 11.04.2012
Archäologen bei der Arbeit (Bild: ORF)
KULTUR
Archäologen fanden Kirche am Michelsberg
Der am Weinviertler Jakobsweg gelegene Michelsberg (Bezirk Korneuburg) ist seit Jahrhunderten ein sakraler Ort - und seit einem Jahr Schauplatz archäologischer Forschung. Bei Grabungen hat man Spuren von sakralen Bauten gefunden.
Bestattungen waren in der frühbronzezeitlichen Schicht.
Fundamente einer barocken Kirche freigelegt
Unter der Leitung von Ernst Lauermann, Landesarchäologe und Leiter des Niederösterreichischen Urgeschichtemuseums in Asparn an der Zaya, wird den sakralen Bauten am Michelsberg nachgespürt.

Einer Aussendung des Urgeschichtemuseums zufolge wurden im Vorjahr bereits die Fundamente einer barocken Kirche, wenige Fragmente der Vorgängerbauten sowie mehr als 100 Gräber von vorwiegend Kindern und Jugendlichen freigelegt.

Die Bestattungen, bis auf wenige Gewand-Metallverschlüsse ohne Beigaben, befanden sich allesamt in der frühbronzezeitlichen Schicht.
Heuer wurden 50 Gräber gefunden
Heuer stießen die Archäologen auf mehr als 50 weitere Gräber, was Lauermann vermuten lässt, dass es sich um einen frühen Friedhof handelte.

Die wissenschaftlichen Arbeiten am Michelsberg werden bis Ende August dauern.
Den Archäologen beim Graben zuschauen
Am 15. August gibt es von 11.00 bis 17.00 Uhr die Möglichkeit, die archäologische Grabung am Michelsberg bei einem "Tag der offenen Tür" zu besichtigen.
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