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MI | 11.04.2012
St.Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) (Bild: ORF)
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Stadler will S-Bahnen nach St. Pölten
Der Verkehr in St. Pölten wird bis 2020 massiv zunehmen, sagt Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). Er will mit dem Land an einem neuen Verkehrskonzept für St. Pölten arbeiten. Der Kern: Ein S-Bahnsystem für den Zentralraum
Áb 2012 wird die Fahrzeit von St. Pölten nach Wien nur noch 22 Minuten betragen.
Prognose: Große Stauprobleme in zehn Jahren
Die Bahn wird bald alle 15 Minuten von St. Pölten nach Wien fahren, es wird mehr Bildungsangebote und Arbeitsplätze geben, dadurch wird der Individualverkehr nach St. Pölten bis 2020 steigen und die Stadt zur Verkehrsdrehscheibe werden.

Die einzige Lösung sei ein attraktiverer öffentlicher Verkehr, sagt Bürgermeister Stadler.

"Wenn man nicht mit solchen Systemen reagiert wird wahrscheinlich die Prognose dahingehen, dass man wirklich in zehn Jahren in St. Pölten große Staus haben wird, was weder im Sinne des Landes noch der Stadt sein wird." Schon jetzt nehme der Individualverkehr in St. Pölten um drei bis fünf Prozent pro Jahr zu, das könnte noch mehr werden, befürchtet Stadler.
Busse und S-Bahn-Verbindungen geplant
Der Kern des neuen Verkehrskonzept sollen S-Bahn-Verbindungen auf bestehenden Bahnstrecken im Halbstunden-Takt sein, etwa nach Krems, Tulln, ins Traisen- oder ins Gölsental.

Außerdem sollen die Intervalle auf der Mariazellerbahn verdichtet werden und die LUP-Stadtbusse über die Stadtgrenzen hinaus geführt werden.
Ziele der neuen Verkehrsoffensive
Elementarer Bestandteil des Gesamtverkehrskonzepts sollen S-Bahn-Verbindungen auf den Strecken Krems-St.Pölten, Tulln-St. Pölten sein, zudem ist der zweigleisige Ausbau nach Herzogenburg angedacht. Auch die Traisentalbahn nach St. Aegyd am Neuwalde und im Gölsental nach Hainfeld soll attraktiviert werden, neue Busse in den Wienerwald und den Dunkelsteiner Wald sind weitere Ziele.
Stadler: Stadt und Land sollen Kosten teilen
Das Generalverkehrskonzept, es ist für St. Pölten übrigens das erste seit 20 Jahren, soll gemeinsam mit dem Land bis 2013 erarbeitet werden und dann schrittweise umgesetzt werden.

Stadler will die Kosten, die im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich liegen dürften, mit dem Land teilen. Noch im Sommer will er Gespräche mit dem Land beginnen.
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